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Kieferorthopädische Behandlung mit dem ClaritySL- & SmartClipSL3-System

bildDas ClaritySL- und das SmartClipSL3-System sind Multibracketsysteme (festsitzende Spange), die auf die Außenflächen der Zähne geklebt werden. Die Brackets sind sowohl in einer Edelstahl-Variante (SmartClipSL3), als auch in einer sehr ästhetischen Keramikvariante lieferbar (ClaritySL). Beide Varianten weisen einige Vorteile gegenüber Standardsystemen auf: diese Brackets sind selbstligierend, das bedeutet, dass keine Gummiligatur oder Drahtligatur am Bracket angebracht werden muss, um den Drahtbogen zu sichern, sondern, dass ein kleiner elastischer Clip rechts und links am Bracket den Spangendraht sichert. Dies hat erstens zur Folge, dass Zahnbeläge und Speisereste und somit auch Karies und Mundgeruch verursachende Bakterien weniger Retentionsmöglichkeiten gegeben werden. Zweitens bedeutet es, dass der Drahtbogen so gesichert ist, dass er nicht - wie bei Standardsystemen - zu fest in das Bracket gedrückt wird, sondern eine definierte Beweglichkeit aufweist. Man nennt diese Bracketsysteme daher auch friktionsreduziert (Friktion = Reibung).

bildDiese höhere Beweglichkeit führt dazu, dass sich die Zähne mit wesentlich geringeren Kräften bewegen lassen, als mit Standardsystemen üblich. Geringere Kräfte bedeuten zudem einen Komfortgewinn für den Patienten. D.h., der Druck, der auf die Zähne ausgeübt wird, ist geringer, so dass auch die in der Vergangenheit zu beobachtenden Wurzelschädigungen nach kieferorthopädischen Behandlungen in ihrer Häufigkeit sehr stark reduziert wurden bzw. überhaupt nicht mehr zu beobachten sind.
Mit den SmartClip- und ClaritySL-Systemen sind überdies weniger und kürzere Kontrolltermine notwendig und die kieferorthopädische Behandlung nimmt durchschnittlich ca. 6 Monate weniger Zeit in Anspruch als mit Standardsystemen.
Ein weiterer Vorteil dieser Systeme sind die verwendeten superelastischen und thermoelastischen Drahtbögen, die sowohl den Komfort als auch den Behandlungsfortschritt unterstützen. Es handelt sich dabei um Materialien, die wesentlich weniger Kraft auf die Zahnwurzeln ausüben als z.B. Stahl-Bögen.

Die u.a. verwendeten Titanol Triple force - Drahtbögen von Forestadent sind zudem mit drei unterschiedlich starken Kraftzonen ausgestattet. D.h., jede Zahngruppe wird mit unterschiedlichen Kräften bewegt. So ist sichergestellt, dass - zusammen mit der Friktionsreduzierung und einer speziellen sehr glatten Oberflächenbeschichtung der Drahtbögen (Forestadent River Finish Gold) - die Behandlung schonender, schneller und komfortabler erfolgt.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil von selbstligierenden, friktionsreduzierten Systemen ist, dass ein biologisches Gleichgewicht zwischen Zungenmuskulatur auf der einen Seite und Wangen- und Lippenmuskulatur auf der einen Seite entsteht. Um Dwight Damon (ein amerikanischer Kieferorthopäde) zu zitieren: „Gib der Zunge eine zweite Chance!“. Das bedeutet, dass Zungenfehlpositionen oder Zungenfehlfunktionen mitunter auf einen zu kleinen Zungenraum zwischen den Zahnreihen zurückzuführen sind. Friktionsreduzierte Multibracketsysteme ermöglichen es, der Zunge ihren natürlichen Freiraum wieder zu geben, indem auf schonende Art und Weise die Form der Zahnbögen, dort wo sie durch einen zu starken Wagendruck und/oder Lippendruck eingeengt wurde, verändert wird.

bildDer für viele Patienten sicher wichtigste Grund, sich für ein solches System zu entscheiden, ist die stark reduzierte Häufigkeit an notwendigen Entfernungen von bleibenden Zähnen, um ein sinnvolles Behandlungsergebnis zu erreichen (eine Ausnahme stellen die Weisheitszähne dar): die Anzahl der notwendigen Entfernung von Vorbackenzähnen ist bei diesen Systemen um bis zu 80 % geringer als bei herkömmlichen Standardsystemen.

Aber auch die mit diesen Systemen erreichten Behandlungsergebnisse müssen nach der aktiven Phase der Behandlung sinnvoll gesichert werden (siehe dazu auch Sicherung des Behandlungsergebnisses)!

bildSeit einiger Zeit ist die dritte Generation der SmartClip-Brackets erhältlich, die SmartClipSL3-Brackets. Der Unterschied zu früheren SmartClip-Generationen besteht unter anderem darin, dass nun noch geringere Kräfte benötigt werden, um die Bogendrähte einzusetzen bzw. wieder zu entfernen. Das bedeutet für den Patienten einen noch größeren Komfortgewinn.



Das Bildmaterial wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von 3M Unitek.



Dr. med. dent. Michael Reifenrath, Königswinterer Straße 425, 53227 Bonn | Impressum