bild

Kieferorthopädische Frühbehandlungbild

Bei kieferorthopädischen Frühbehandlungen handelt sich um Behandlungen, die im Milchgebiss bzw. frühen Wechselgebiss stattfinden. Diese Frühbehandlungen sind mitunter bei ausgeprägten Kieferfehlstellungen notwendig, die zur Verschlechterung neigen, eine Wachstumshemmung zur Folge haben können oder deren Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt erschwert bzw. unmöglich sein kann und die sich durch vorbeugende Maßnahmen, wie z.B. das Einschleifen von Milchzähnen und das Abgewöhnen von Habits (schädliche Gewohnheiten, wie z.B. Daumenlutschen oder das Kauen auf Stiften) oder Fehlfunktionen nicht in ausreichendem Maße beheben lassen.

Behandlungen im Milchgebiss werden üblicherweise in einem Alter durchgeführt, in dem eine Abdrucknahme ohne größere Schwierigkeiten möglich ist und eine ausreichende Kooperationsbereitschaft seitens des Kindes besteht, das heisst in den meisten Fällen nicht vor dem 4. Lebensjahr.

In den meisten Fällen ist die Umbaubereitschaft des Milchgebisses auf kieferorthopädische Maßnahmen so gut, dass das Therapieziel schnell erreicht werden kann und die Behandlung in ca. eineinhalb Jahren, das heisst noch vor Beginn des Zahnwechsels, abgeschlossen werden kann. Wird das Behandlungsziel in diesem Zeitraum nicht vollständig erreicht, ist es - von wenigen Ausnahmen abgesehen - unter anderem auch zur Reduzierung der Patientenbelastung sinnvoll, die Behandlung zu unterbrechen und evtl. nach einiger Zeit wieder aufzunehmen.

Kieferorthopädische Frühbehandlungen sind z.B. Korrekturen von Kopf-, Kreuz- oder Scherenbissen im Seitenzahngebiet oder im Schneidezahnbereich.

Diese Anomalien werden üblicherweise mit festsitzenden Geräten im Oberkiefer behandelt. Diese Geräte werden entweder mit kieferorthopädischen Bändern (Metallringen) an den Backenzähnen befestigt (geklebt oder zementiert) oder werden direkt an den Seitenzähnen des Oberkiefers festgeklebt oder zementiert.



Dr. med. dent. Michael Reifenrath, Königswinterer Straße 425, 53227 Bonn | Impressum