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Kieferorthopädische Prophylaxebild

Kieferorthopädische Behandlungen werden aus entwicklungsphysiologischen Gründen üblicherweise in der zweiten Phase des Zahnwechsels bzw. im Gebiss Jugendlicher, das heisst im Alter von 9 bis 16 Jahren, durchgeführt.

Unabhängig davon ist es sinnvoll, gegebenenfalls bereits vom Säuglingsalter an zahnärztliche und kieferorthopädische Prophylaxe zu betreiben, um die regelrechte Gebissentwicklung zu fördern. In diesem Rahmen ist u.a. die Vermeidung von Habits (schädlicher Gewohnheiten) von besonderer Bedeutung. Diese kann, zum Teil mit Unterstützung von HNO-Ärzten, Kinderärzten, Logopäden und Orthopäden mit recht einfachen kieferorthopädischen Hilfsmitteln durchgeführt werden.

Das Abgewöhnen von Habits gehört zu den wichtigsten kieferorthopädischen Prophylaxe-Maßnahmen. Unter Habits versteht man schädliche Gewohnheiten, wie z.B. Daumenlutschen, das Kauen auf Stiften, myofunktionelle Fehlfunktionen (z.B. Zungenpressen oder Lippenbeissen) aber auch autoaggressive Fehlfunktionen, wie Nägelkauen.

Eine recht häufig vorkommende Anomalie bei Kindern unter 6 Jahren ist z.B. der offene Biss. Dieser ist mit einer Mundvorhofplatte und einer evtl. unterstützenden logopädischen Therapie innerhalb weniger Monate zu korrigieren. Ein offener Biss kann z.B. durch eine Lutschanomalie oder ein infantiles Schluckmuster (kindliches Schluckmuster über das 4. Lebensjahr hinaus) entstehen. Folge sind eine gestörte Gebiss- und Sprachentwicklung.



Dr. med. dent. Michael Reifenrath, Königswinterer Straße 425, 53227 Bonn | Impressum